Erkennungsmerkmale

I. Hinweise auf Folgen von Mobbinghandlungen können sein

  • soziale und räumliche Isolation
  • ständige unberechtigte Kritik
  • Verbreitung von Gerüchten über den Mobbingbetroffenen
  • grundloser Entzug von Aufgaben
  • ständige Übertragung von Aufgaben über das zeitliche und fachliche Maß hinaus
  • Zuweisung von Arbeiten nach Art und Inhalt bis hin zu völlig sinnentleerten Tätigkeiten
  • systematisches Vorenthalten von Informationen
  • Androhung von Repressalien

II. Erkennungsmerkmale gem. Rechtsprechung

Woran erkenne ich Mobbing?

  • Es muss ein Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren vorliegen.

Schwierig ist die Abgrenzung gegenüber sozial anerkannten Verhaltensweisen am Arbeitsplatz. Das Verhalten muss daher zumindest als Pflichtwidrigkeit gewertet werden können.

  • Dieses Verhalten muss wiederkehrend erfolgen, üblicherweise über einen längeren bestimmbaren Zeitraum.

Das wiederkehrende Verhalten muss systematisch erfolgen, d. h. mehrmals wöchentlich, jedoch mindestens 6 Monate lang. Aus einer Kette von Vorfällen muss ein System bzw. ein „roter Faden“ erkennbar sein.

  • Das Verhalten muss direkt oder indirekt mit dem Ziel und/oder Effekt des Ausstoßes aus dem Arbeitsverhältnis geschehen.
  • Das Verhalten muss – jedenfalls in seiner Gesamtheit – das allgemeine Persönlichkeitsrecht oder andere ebenso geschützte Rechte des Betroffenen verletzen.

Ein wechselseitiger Eskalationsprozess, der keine klare Täter-Opfer-Beziehung zulässt, steht regelmäßig der Annahme eines Mobbing-Sachverhaltes entgegen.

  • Der Betroffene muss das Verhalten als Diskriminierung empfinden.

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